Lippenstift und Lichtjahre - Kapitel 3 💄 🌌 💖

Veröffentlicht am 25. April 2026 um 17:39

Heyy meine liebsten Glitzer-Besties! 🌷✨ Na, seid ihr heute auch schon mit einem Strahlen aufgewacht? 🥰💖 Ich schwelge gerade noch total in den Vibes vom letzten Kapitel – danke für eure ganzen süßen Kommentare zu Jan! 🍦👀 Heute wird es auf dem Blog aber mal so richtig „Cozy & Emotional“. 🧸💫 Ihr wisst ja, mein Motto ist eigentlich immer: Shine bright like a Diamond! 💎✨ Aber heute lassen wir mal die Maske fallen. Wir besuchen Lena zu Hause und ich sag’s euch… haltet die Taschentücher bereit! 🤧💗 Es gibt ein ganz besonderes Ritual, eine extrem flauschige Schweinchen-Decke 🐷💕 und ganz viel Sternenstaub-Erinnerungen. Schnappt euch euren Lieblings-Tee ☕🍓, kuschelt euch ein und genießt Kapitel 3! 💌✨

Als ich am Abend die Tür unserer Wohnung aufschloss, stieg mir ein Duft von Thymian und Salbei in die Nase. Mama hatte Tee gekocht. Meine kleine Schwester Emily stürmte mir entgegen. 

„Da bist du ja endlich! Ich habe schon so lange auf dich gewartet, beinahe wären meine Haare grau geworden!“ 

Ich lächelte. „Aber nur beinahe, wie ich sehe.“ 

„Können wir jetzt anfangen? Bitte! Ich muss auch gar nicht die Schweinchendecke haben. Du darfst sie heute ausnahmsweise benutzen, okay? Aber ich will jetzt endlich anfangen!“ Emily sah mir flehend in die Augen und ich musste lachen. „Darf ich noch schnell etwas essen? Oder ist das auch verboten?“ 

„Mh. Vielleicht.“ Emily legte den Kopf schief. „Aber dafür kriege ich die Schweinchendecke. Und ich darf mehrere Schlucke von deinem Tee, okay?“

Die Schweinchendecke und der Kräutertee waren unser besonderes Ritual an Papas Todestag. Die quietschrosa Decke mit dem aufgedruckten Schweinchen hatte Papa von einem Kollegen zur Hochzeit bekommen und er hatte sie sofort im Schrank versteckt. Aber wenn er abends durch sein Teleskop geschaut hatte, trug er fast immer diese Decke über den Schultern. Seine Begründung war gewesen, dass diese Decke einfach warm halten würde, doch wir hatten insgeheim immer gewusst, dass ihm diese Decke einfach viel bedeutete. Deshalb hatte sie nach Papas Tod einen Ehrenplatz auf seinem alten Sessel erhalten und wurde nur zweimal im Jahr, an seinem Geburtstag und an seinem Todestag herausgeholt. 

Der selbstgemachte Kräutertee hatte ebenfalls eine Bedeutung. Papa war eine Zeit lang ganz besessen von Tee jeder Art gewesen. Da der wirklich gute Tee allerdings viel kostete - zu viel für unsere Verhältnisse - hatte er sich einfach einen riesigen Eimer mit allerlei Kräutern aus unserem Garten gefüllt und sie trocknen lassen. Allerdings hatte er nicht geschaut, was in Tee wirklich reinkam und deshalb hatte er einfach alle Kräuter aus unserem Garten wild gemixt. Was war aus Thymian, Salbei, Fenchel, Brennesel, Hagebutte, Melisse, Gänseblümchen, Giersch, Löwenzahn und viele andere Kräuter, wobei er nicht wirklich zwischen Blumen, Kräutern und Unkraut unterschied.

Am Anfang hatte Mama nur den Kopf geschüttelt, als er stolz seine erste „Spezialmischung“ präsentiert hatte.
„Das ist kein Tee, das ist ein botanisches Experiment“, hatte sie gesagt.

Papa hatte nur gelacht. „Ich bin ja auch Wissenschaftler.“

Und genau so hatte er den Tee auch behandelt – wie ein Experiment, das jedes Mal ein kleines bisschen anders war. Mal zu bitter, mal zu süß, mal einfach… seltsam. Aber immer irgendwie besonders.

Nach seinem Tod hatten wir versucht, die Mischung nachzumachen.
Es war nie ganz dieselbe.
Aber vielleicht musste sie das auch nicht sein.

Ich stellte meine Tasche ab und folgte Emily in die Küche. Mama stand am Herd und goss gerade den Tee in unsere alten, leicht angeschlagenen Tassen.

„Hey“, sagte sie leise, als sie mich sah.

„Hey.“

Mehr brauchten wir nicht.

Ich setzte mich an den Tisch, Emily kletterte neben mich und beobachtete jede meiner Bewegungen ganz genau – als hätte ich die Macht, die Zeit schneller laufen zu lassen, wenn ich nur schnell genug aß.

„Du kaust zu langsam“, stellte sie fest.

„Ich kaue normal“, erwiderte ich.

„Nein. Heute nicht. Beeil dich!“

Mama stellte die Teetassen auf den Tisch und setzte sich zu uns. Für einen Moment sagte niemand etwas. Nur der Dampf des Tees zog in dünnen Schlieren nach oben.

„Warst du im Observatorium?“, fragte sie schließlich.

Ich nickte. „Ja.“

Sie musterte mich kurz. „Allein?“

Ich zögerte. „Mit Nova… und Jan.“

Ein ganz kleines, kaum sichtbares Lächeln huschte über ihr Gesicht. „Jan?“

„Ein Junge aus meiner Klasse“, sagte ich schnell. „Nichts Besonderes.“

Emily schnappte sofort nach Luft. „Ooooh!“

„Emily.“

„Was denn?“ Sie grinste breit. „Du warst mit einem Jungen im Observatorium. Das ist romantisch.“

„Das ist es nicht.“

„Ist es wohl.“

„Ist es nicht.“

Mama hob eine Augenbraue. „Lasst uns vielleicht erst den Tee trinken, bevor ihr das klärt.“

Emily verschränkte trotzig die Arme, griff dann aber doch nach ihrer Tasse. „Aber ich behalte recht.“

Ich verdrehte die Augen, konnte mir ein kleines Lächeln aber nicht verkneifen.

Der Tee schmeckte… genauso wie immer.
Ein bisschen zu bitter.
Ein bisschen zu wild.
Und genau richtig.

Nach dem Essen holte Emily feierlich die Schweinchendecke aus dem Wohnzimmer. Sie trug sie wie einen Schatz, ganz vorsichtig, als könnte sie zerbrechen.

„Heute darfst du sie zuerst“, sagte sie großzügig und drückte sie mir in die Hände.

Ich lächelte. „Wow. Was für eine Ehre!“ Mama lachte. 

„Wollen wir jetzt anfangen?“

Ich und Emily nickten gleichzeitig.  

Mama schaltete leise, fast ehrfürchtig den Fernseher ein. 

Suchte nach „Mord im Orientexpress“, Papas Lieblingsfilm. 

Machte den Film an. 

Und dann waren wir einfach still und schauten. Das ging ungefähr 20 Minuten so. Dann drückte Emily auf Pause. 

„Wisst ihr noch, als Papa mir erklären wollte warum der Mond nicht auf die Erde fällt? Und als er dann den Apfel auf seinen Kopf fallen gelassen hat um Newton nachzustellen?“ Mama lachte. 

„Natürlich. Und wisst ihr noch, als ihm dieses eine Experiment total schiefgegangen ist und es drei Wochen lang nach Schwefel gestunken hat?“ 

„Oder, als er mir zeigen wollte, dass in meinem Quietscheentchen nur Luft drin ist und er deshalb zehn Stück gekauft und zerschnitten hat, weil ich es ihm nicht geglaubt habe?“

Und plötzlich war der Raum voll mit Erinnerungen. 

„Wisst ihr noch, wie er Backpulver mit Mehl verwechselt hat und der Kuchen beinahe explodiert ist?“ „Wisst ihr noch, dass er mir jeden Abend eine neue Geschichte von Albert Zweistein erzählt hat?“ „Wisst ihr noch, dass er…“ „Oder, dass er…“

Wir waren bei Mord im Orientexpress nie weiter als 40 Minuten gekommen - keine große Leistung für einen Film von zwei Stunden. Dafür hatten wir diese Momente. 

Diese Momente, wo wir uns an Papa erinnerten ohne zu weinen.

Diese Momente, in denen wir uns über Papa unterhielten und es sich anfühlte, als ob er mit uns im Raum wäre.

 

Als ich - viel später - ins Bett gehen wollte, klingelte mein Handy kurz. Ich schaute auf das Display. 

„Neue Nachricht von unbekannter Nummer.“

Schnell tippte ich mein Passwort ein und sah die neue Nachricht.

Ich schaltete so schnell ich konnte mein Handy aus und machte das Licht aus. Doch ich konnte nicht schlafen. Ich wälzte mich hin und her und wusste die Antwort auf Jans Frage selber nicht.

 

Als ich am nächsten Morgen in die Schule kam, spürte ich sofort die Blicke auf mir. 

Die Blicke, die mich geradezu durchbohrten und versuchten, meine Gedanken zu lesen.

Die neugierigen Blicke, die herausfinden wollten, ob es stimmte, was sie gehört hatten. Die Frage war nur - WAS hatten sie gehört? Schon in der Eingangshalle kam Nova auf mich zugestürmt. „Etwas unglaubliches ist passiert! Ich dachte, das solltest du wissen.“ Ich lächelte erschöpft. 

„Was sagen sie heute?“ 

„Das meinte ich gar nicht.“ Nova schaute mich verdutzt an. „Aber es gibt drei Theorien. 

 

  1. Jan hat dich zu einem Date eingeladen.
  2. Du hast Jan zu einem Date eingeladen.
  3. Ihr seid zusammen Lipgloss kaufen gegangen.“

Ich rollte müde mit den Augen. 

„Wow. Was für interessante Theorien, vermutlich wurde dabei auch scharf nachgedacht und ermittelt.“ Nova nickte ernst - oder versuchte es zumindest. „Ich weiß. Vermutlich haben sie Sherlock Holmes um Rat gefragt.“ 

Ich musste lachen.

„Was wolltest du mir denn nun sagen?“ Nova lächelte vorsichtig und deutete auf ein Plakat am schwarzen Brett. Doch bevor ich es lesen konnte, kam Jan auf mich zu. 

„Was war denn gestern Abend los? Warum hast du nicht mehr geantwortet?“ Mir wurde heiß. „Kein Akku mehr.“, log ich. „Mh.“ Jan nickte. „Sorry wegen den Gerüchten.“ Ich wollte antworten, aber Nova kam mir zuvor. „Ist nicht deine Schuld. Lena ist das gewöhnt… leider.“ Jan nickte, offensichtlich erleichtert darüber, dass wir ihm keine Schuld zuschoben. Dann lächelte er mich an. „Hast du das schon gesehen?“ Er deutete auf das gleiche Plakat, was auch Nova mir zeigen wollte. Ich kam näher und als ich las, was dort stand war ich wie gelähmt. 

Rezept für Papas Orginal-Tee

 

Basis (für den Geschmack – wichtig):

  • 1 TL Zitronenmelisse
  • 1 TL Fenchelsamen (leicht angedrückt)
  • 1 TL Hagebuttenschalen

Würzige Kräuter:

  • ½ TL Thymian
  • 2–3 Salbeiblätter (oder ½ TL getrocknet)
  • ½ TL Rosmarin (sehr wenig!)

Grüne Kräuter:

  • 1 TL Brennnessel
  • 1 TL Pfefferminze
  • ½ TL Giersch
  • ½ TL junge Löwenzahnblätter

Blüten & „Extras“:

  • 2–3 Gänseblümchen
  • 1 TL Kamille
  • 1 TL Lavendel (wirklich wenig, sonst schmeckt’s nach Seife)
  • 1 TL Ringelblumenblüten (optional)
  • ein paar Holunderblüten (optional)

 

Zubereitung:

  1. Alle Kräuter mischen.
  2. Mit 1 Liter heißem Wasser (ca. 90–95 °C) übergießen.
  3. 10 Minuten ziehen lassen.
  4. In Tassen schütten und genießen.

 

Geschmack:

  • zuerst frisch und leicht süßlich
  • dann würzig
  • am Ende ein bisschen „wild“

Genau die Mischung, bei der man nicht ganz weiß, ob sie genial oder verrückt ist.

 

Optional:

  • Honig macht ihn runder
  • Zitrone bringt Frische rein

 

Papas Regel:
„Wenn du dir nicht sicher bist, ob es reinpasst… probier es einfach.“

 

Aaaahhh 🥹💫 Das war Kapitel 3!

Aber jetzt mal Hand aufs Herz: Was glaubt ihr, 😱💥 Fliegt ihre Tarnung auf oder ist das ihre große Chance?

Schreibt es mir unbedingt in die Kommentare! 👀✨ Team Schweinchen-Decke? 🐷💞 Oder seid ihr eher gespannt auf den Wettbewerb? 🌌🏆

Ich bin sooo gespannt auf euer Feedback – lasst ganz viel Liebe hier und bewertet unbedingt!!! 💕🌸

Wir sehen uns im nächsten Kapitel, wenn es wieder heißt: Lippenstift oder Lichtjahre? 💄✨

Bis ganz bald 💗✨

Eure Rieke 💖📚

Bewertung: 5 Sterne
1 Stimme

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Kommentare

Bubble-Monkey 🙈🧋
Vor 2 Tage

O
M
G
ICH HABE FAST GEHEULT! ES IST EINFACH SOOO SCHÖN. ABER DIE KLEINE SCHWESTER IST DER MAIN CHARACTER!