Lippenstift und Lichtjahre - Kapitel 4 ๐Ÿ’„ ๐ŸŒŒ ๐Ÿ’–

Verรถffentlicht am 23. Mai 2026 um 14:57

๐Ÿ’–๐ŸŒธโœจ Hey ihr Lieben ๐Ÿฅฐ๐Ÿ’— Ich schreibe gerade weiter an  „Lippenstift und Lichtjahre“ ๐Ÿš€๐Ÿ’ซ Ich bin heute ein kleines bisschen traurig ๐Ÿ˜”๐Ÿ’ž Weil wir leider nicht genug Kommentare für den kleinen Wettbewerb hatten ๐Ÿ’ฌ๐ŸŒท Aber ich nehme einfach die 5 Kommentare vom letzten Post mit dazu ๐Ÿซถโœจ Und wir versuchen es nochmal ๐Ÿ’–๐ŸŒธ Trotzdem freue ich mich sehr, dass ihr hier seid ๐Ÿฅบ๐Ÿ’— Danke für eure Unterstützung ๐Ÿ’„๐Ÿ’ซ Bleibt gern dabei und kuschelt euch gedanklich ein ๐Ÿงธ๐ŸŒ™โœจ๐Ÿ’ž

Wie betäubt starrte ich auf das Plakat. Reise zum Paranal—Observatorium in Chile und ein Foerschungsstipendium. Das war immer mein großer Traum gewesen, die Sterne ganz nah zu sehen. Nova schaute mich besorgt an. „Ist das nicht toll?“ Ich wollte irgendwas erwidern, vor Freude schreien, einen ziemlich verrückten Tanz aufführen, da kam Jona auf mich zu. 

„Hey Barbie.“ Er grinste mich überheblich an. Dann sah er das Plakat. 

„Wow! Lena interessiert sich wohl für die Galaxie!“, verkündete er laut. Alle drehten sich zu mir um, viele begannen zu tuscheln. Jona schien zufrieden mit der Aufmerksamkeit, die ihm nun geschenkt wurde. Dann drehte er sich wieder zu mir. 

„Lena - es kann sein, das Galaxy-Make-Up gerade der letzte Schrei ist, aber es wird dir nicht gelingen einen Lipgloss herzustellen, der unter UV-Licht leuchtet.“ Er wurde lauter. „Unsere Beauty Queen denkt vermutlich, dass Exoplanet eine teure Modemarke ist. Tut mir leid, schwarze Löcher sind kein neuer TikTok Trend.“ 

Ich spürte, wie die Blicke der anderen Schüler im Flur auf uns brannten. Alle warteten auf meine Reaktion. 

Wenn ich jetzt auch nur ein bisschen Interesse an diesem Plakat zeigte, war meine Fassade Geschichte. 

Dann war ich nicht mehr die angehimmelte, zickige Blondine. Dann wäre ich das Mädchen, das nachts zwischen Teleskopen hockte.

Sein Fanclub kicherte. 

Ich schaute ihm fest in die Augen. „Physik?“, erwiderte ich mit meiner zickigsten Stimme.

 „Ich war nur gerade total schockiert, wie hässlich das Design von diesem Plakat ist. Silber auf Dunkelblau? Wer hat das bitteschön entworfen? Ein Maulwurf ohne Geschmack? Vielen Dank für dein Kommentar, allerdings muss ich jetzt los.“ 

Ich hob meine pinke  Tasche vom Boden auf und stolzierte davon. Ich hörte noch, wie hinter mir ein paar Leute raunten, aber ich drehte mich nicht mehr um. Meine Absätze klackerten laut auf dem Linoleum-Boden, während ich so schnell ich konnte den Flur hinunterging. Mein Herz hämmerte gegen meine Rippen wie ein gefangener Vogel. 

„Lena, warte!“, rief Nova mir leise hinterher, als sie mich endlich eingeholt hatte. Sie schnaufte kurz. „Die Anmeldung läuft komplett online. Der Link steht ganz unten auf dem Zettel! Anmeldeschluss ist der 31. Mai!“ 

Ich tat so, als hätte ich kein Wort gehört, und starrte stur geradeaus. Aber in meinem Kopf schrie alles. 31. Mai. Das war in weniger als zwei Wochen.

Als es nach Physik gongte, kam Herr Michels auf mich zu. „Lena?“ Ich schaute von meinen Notizen auf. „Ja?“ Herr Michels hatte einen Flyer in der Hand. Einen, den ich sofort erkannte. Stellaris-Wettbewerb natürlich. 

„Du solltest da mitmachen. Auch wenn es von einem Maulwurf ohne Geschmack entworfen wurde.“

„Sie haben es gehört?“ Ich lächelte verlegen. 

Herr Michels schmunzelte.  „Natürlich.“ 

„Natürlich.“ 

„Lena!“ Herr Michels wurde ernst. „Das hier ist deine Chance. Du könntest gewinnen. Und dir würden viele Türen offen stehen.“

 Ich nickte. „Ich weiß.“

„Aber du kannst auch einfach wie gewohnt weitermachen und Influencerin werden.“  

Herr Michels sah mich ernst an, den Flyer noch immer in der Hand.

„Das ist nicht irgendein Projekt“, sagte er. „Das ist ein internationaler Wettbewerb. Wenn du da angenommen wirst, bist du nicht nur dabei – du bist mittendrin in echter Forschung.“

Ich starrte auf das Papier.

Paranal-Observatorium. Chile.

Das Wort klang plötzlich nicht mehr wie ein Traum, sondern wie etwas, das man anfassen konnte.

„Ich weiß“, sagte ich leise.

„Dann weißt du auch, dass du dich bewerben solltest.“

Ich nickte wieder, aber mein Körper war irgendwie zu langsam für meine Gedanken.

„Ich… muss nachdenken“, sagte ich schließlich.

Herr Michels seufzte, aber nicht ungeduldig. Eher so, als würde er genau wissen, wie schwer dieser Satz war.

„Denk nach. Aber nicht zu lange.“

Als er wegging, blieb ich allein im Klassenzimmer zurück.

Nur das Papier auf meinem Tisch.

Und plötzlich war es schwerer als alles andere.

 

In der Pause wartete Nova schon am Eingang.

„Okay“, sagte sie sofort, bevor ich überhaupt etwas sagen konnte. „Du hast es gesehen.“

Ich nickte.

„Und?“

Ich öffnete den Mund.

Schloss ihn wieder.

„Ich weiß nicht.“

Nova hob die Augenbrauen. „Das ist eine Lüge.“

Ich atmete aus. „Es ist… viel.“

„Du willst da hin.“

Das war keine Frage.

Ich schwieg zu lange.

„Ja“, gab ich schließlich zu.

Nova lächelte leicht. „Gut. Dann ist der Rest nur Papierkram.“

Ich schnaubte. „Nur Papierkram. Du bist unmöglich.“

„Ich bin hilfreich“, korrigierte sie.

„Sicher. 

„Du willst da wirklich  hin, oder?“

Ich zögerte.

Dann nickte ich.

„Ja.“

Stille.

Aber keine unangenehme.

„Dann solltest du es machen“, sagte  sie einfach.

Ich blinzelte. „So leicht ist das für dich?“

Nova zuckte mit den Schultern. „Nein. Aber es ist auch nicht meine Entscheidung.“

„Redet ihr über den Wettbewerb?“ Plötzlich stand Jan neben uns. 

„Sie weiß nicht, ob sie hinsoll. Aber sie will.“

Er sah kurz auf den Boden.

„ Lena. Du redest immer so, als würdest du zwei Leben gleichzeitig führen. Vielleicht ist das hier eins davon, das echt ist.“

Nova nickte sofort. „Er hat recht.“

Ich rollte mit den Augen. „Natürlich hat er recht. Das ist ja das Problem.“

Jan grinste leicht. „Das ist eigentlich ein gutes Zeichen.“

„Wofür?“

„Dass du überhaupt ein echtes Leben hast.“

Ich musste kurz lachen, obwohl mir nicht danach war.

 

 

 

 

 

Lena am Abend:

„Ich mach’s, ich mach’s nicht, ich mach’s, ich mach’s nicht, ich mach’s, ich mach’s nicht, ich mach’s ich mach’s nicht… nochmal von vorne!“

 

 

๐Ÿ’–๐ŸŒธโœจ Und? Wie findet ihr es? ๐Ÿฅฐ๐Ÿ’ฌ Ich bin sooo gespannt auf eure Meinungen ๐Ÿ’—๐Ÿ‘€

Schreibt es mir unbedingt in die Kommentarspalte! ๐Ÿ’ฌ๐Ÿ’ž Ich freue mich wirklich riesig über jede einzelne Nachricht von euch ๐Ÿซถโœจ egal ob kurz oder lang, jedes Wort bedeutet mir so viel ๐Ÿ’—, dadurch rücken wir dem Wettbewerb noch näher.

Vielleicht habt ihr ja auch Ideen, was als Nächstes passieren soll? ๐Ÿ‘€๐Ÿ’ซ Oder welche Gefühle euch gerade am meisten berührt haben? ๐Ÿ’–๐ŸŒธ Ich lese wirklich alles mit ganz viel Herz ๐Ÿ’Œ๐Ÿฅฐ

Danke, dass ihr hier seid und diese kleine Welt mit mir teilt ๐ŸŒทโœจ ihr macht das alles erst richtig lebendig ๐Ÿ’ซ๐Ÿ’ž

Ich freue mich sooo sehr auf eure Kommentare ๐Ÿฅบ๐Ÿ’—๐ŸŒธโœจ

Eure Rieke ๐Ÿ’„๐Ÿ’–๐ŸŒ™โœจ


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Kommentare

Amo Enhelgnah
Vor 20 Tage

Ich finde es toll, dass du wirklich an der Geschichte dranbleibst.