Hallihallo ihr Lieben, schnappt euch euren liebsten Erdbeer-Kakao 🥛🍓, macht es euch mit eurer weichsten Kuscheldecke gemütlich und knipst die Lichterkette an 🕯️✨ – heute habe ich etwas ganz, ganz Besonderes für euch, das mein Herz komplett zum Schmelzen gebracht hat! 🥺💖 Kennt ihr dieses Gefühl, wenn man einfach nur wegträumen möchte? ☁️ Regenbögen, Sonnenuntergänge, der Duft von frischen Blumen 🌷 und dieses riesige Fernweh nach einem supersüßen Abenteuer? Genau darum geht es in der Geschichte, die ich heute mit euch teile! 🚐💨✨ Es geht um die kleine Weltenbummlerin 🎀 und ihren absolut niedlichen, leicht grummeligen Dackel Keks 🐾. Stellt euch vor: Ein wunderschönes, leuchtend gelbes Wohnmobil 💛, hellblaue Traumbad-Fliesen 🧼✨, eine kleine Badewanne mit goldenen Füßen 🛁👑, gelb gepunktete Vorhänge 🌼 und ein rotes Retro-Telefon mit Wählscheibe ☎️💖! Ich bin sooooo verliebt in diese beiden Süßen und die ganze Stimmung! 😭 Diese Geschichte ist einfach pure Magie, wunderschön, ein bisschen verrückt und einfach zum Einkuscheln! 🛍️🧀 Schnappt euch eure Snacks 🍩, lehnt euch zurück und taucht ein in das allererste Kapitel von „Die kleine Weltenbummlerin“! Viel Spaß beim Träumen! 🩰🌸🍰✨
Eines Tages im Frühling sagte die kleine Weltenbummlerin (an dieser Stelle sollte ich betonen, dass sie damals noch nicht die kleine Weltenbummlerin war, weil sie noch nicht durch die Welt gebummelt war und das machen ja die meisten Weltenbummler) zu ihrem Dackel: „Keks, findest du nicht auch manchmal, dass es hier zuhause viel zu langweilig ist?“ Keks sagte nichts, er war zu beschäftigt damit die große Möhre aus dem Gemüsebeet zu ziehen. Die kleine Weltenbummlerin nickte nachdenklich. „Ja, ich bin mir sogar ziemlich sicher, dass wir hier etwas verpassen.“ „Und was?“ Keks drehte sich für einen kurzen Moment um. „Naja… das wissen wir eben noch nicht. Verstehst du?“ Keks verstand gar nichts. Manche Dinge sind einfach zu schwer für einen kleinen Dackel. Er widmete sich lieber wieder seiner Möhre. „Wir brauchen nur noch etwas, mit dem wir fahren können.“ Die kleine Weltenbummlerin tippte sich kurz an die Nase. Das machte sie immer, wenn sie nachdachte. Dann fiel ihr Blick auf den Flyer von Ollis Schrotthof. Nein, falsch. Auf den Flyer von Olaf Meiers uralte Wertgegenstände aller Art. Was der Wert an einem defekten Toaster war, hatte die kleine Weltenbummlerin allerdings immer noch nicht verstanden. Trotzdem hatte Olli immer ein offenes Ohr für verrückte Ideen. Und Kakao. Ausgerechnet heute war der kleinen Weltenbummlerin nämlich der Kakao ausgegangen und mit einer Tasse Kakao denkt es sich immer leichter. Deshalb machte sie sich auch sofort auf den Weg zu Olli. Anfangs wollte Keks nicht mitkommen, doch dann erinnerte die kleine Weltenbummlerin ihn an die hübsche Chihuahuadame Gretel, die Olli bei der Arbeit half, und damit hatte sie Keks überzeugt. Dackel sind eben so. Also ließ Keks seine Möhre schweren Herzens im Stich und zusammen gingen sie zu Olli.
Wenn man eigentlich nur durch die Stadt muss um einen Freund zu besuchen (in manchen Fällen ist es auch kein Freund, aber einen Freund zu besuchen ist angenehmer) kann es sein, dass man für kurze Zeit in eine Art Trance verfällt. Dann ist man nicht mehr richtig bei sich und kauft Dinge, die man später wieder auf dem Flohmarkt verkauft. Oder sie an Freunde verschenkt, dessen Geburtstage man vergessen hat. Bei der kleinen Weltenbummlerin trat das immer am Markttag auf. Zu allem Unglück war heute Markttag. Die Blumenverkäuferin musste also nur einmal schnell „frische Tulpen“ rufen und schon hatte die kleine Weltenbummlerin einen Strauß im Arm. Der Käseverkäufer rief nicht einmal etwas. Aber der Käse duftete so herrlich, dass die kleine Weltenbummlerin gleich einen ganzen Gouda kaufte. „Da hast du ja einen ordentlichen Vorrat!“, sagte Keks. Er fand es nicht besonders schlau, einen ganzen Gouda zu kaufen. Aber er hielt sich zurück, denn die kleine Weltenbummlerin mochte Gouda. Am liebsten auf Brot, denn Käsebrot in Kakao getunkt war ihr Lieblingsessen. Allerdings konnte Keks nicht verstehen, was die kleine Weltenbummlerin denn mit einem Amboss wollte. Oder dem zusammenklappbaren Bett und dem nicht klingelnden Wecker von Karl, der Kuriositäten verkaufte. Aber er hatte doch so nett mit der kleinen Weltenbummlerin geplaudert…
Schließlich kam die kleine Weltenbummlerin also mit einem Amboss, einem zusammenklappbaren Bett, einem nicht klingelnden Wecker, einem ganzen Gouda, einem Strauß Tulpen und einem Stapel Bücher über Medizin vor dem Tor von Olli an. Er strich es gerade frisch mit hübscher weißer Farbe und als er die kleine Weltenbummlerin bemerkte, trat er aus versehen in den Farbtopf. „Hallo!“, rief die kleine Weltenbummlerin und „Möchtest du Kakao?“, rief Olli während er versuchte, seine Latzhose abzuwischen. Die kleine Weltenbummlerin nickte zufrieden. Wenn Olli Kakao anbot, hatte er gute Laune. Und manchmal gab es dann Kekse. Ollis Kekse waren die besten. Auch Keks wollte Kekse. Er fand sie nämlich auch sehr lecker. Manchmal behauptete er, dass er nach Ollis Keksen benannt war. Auch, wenn das nicht so ganz stimmte. Keks stellte sich vor, wie die Kekse auf seiner Zunge zergehen würden. Sie würden knusprig, weich, samtig sein und vor allem sehr… Huch! Da stand ja schon Gretel vor ihm.
Währenddessen waren Olli und die kleine Weltenbummlerin in Ollis kleines Wohnzimmer mit der Blumentapete und dem alten Sofa angekommen und Olli rührte gerade Kakaopulver in eine hübsche Tasse mit Katzengesicht. Dann stellte er - wie es die kleine Weltenbummlerin gehofft hatte - eine große Schüssel Kekse auf den Tisch. Die kleine Weltenbummlerin tunkte ein Stück Keks in ihren Kakao und wartete, bis er weich genug war. „Olli?“, fragte sie. „Hast du manchmal das Gefühl, dass du etwas verpasst, wenn du immer an demselben Ort bleibst?“ Olli hielt inne. Er schaute auf die Blumentapete, dann auf seinen Stiefel, der immer noch etwas weiße Farbe trug. „Meistens verpasse ich nur den Bus“, sagte er bedächtig. „Aber ich ahne, dass du was anderes meinst.“ Die kleine Weltenbummlerin nickte. „Ganz genau. Weißt du, ich möchte mal etwas anderes als mein eigenes kleines Haus sehen. Verstehst du?“ Olli nickte wieder, auch wenn er nicht so ganz verstand. Er wusste nämlich, dass das Haus der kleinen Weltenbummlerin ein sehr schönes Haus mit gelben Fensterläden und bestickten Vorhängen war. Olli wusste aber auch, dass die kleine Weltenbummlerin anders war als er. Also nickte er. „Ich verstehe es vollkommen.“ Die kleine Weltenbummlerin lächelte zufrieden. Olli nahm einen Schluck von seinem Kakao und schaute aus dem Fenster. „Sag mal… gehört der Amboss da draußen eigentlich dir?“ Die kleine Weltenbummlerin nickte vorsichtig. „Das könnte schon sein.“ Olli musterte sie mitfühlend. „War heute etwa Markttag?“ „Du hast es erraten.“ Die kleine Weltenbummlerin seufzte. „Ich habe einen Stapel Bücher über Medizin, von der ich noch nicht einmal gehört habe, einen defekten Wecker und ein zusammenklappbares Bett.“ Olli lachte leise. „Vielleicht brauchst du es ja für deine große Reise?“ Dabei zwinkerte er fröhlich. Die kleine Weltenbummlerin war plötzlich ganz aufgeregt. „Glaubst du denn wirklich, dass ich das kann?“ Olli schüttelte lachend den Kopf. „Nein! Ich weiß es! Nimm dir von mir, was du brauchst. Im Gegenzug gib mir nur… mhm… den Amboss und den Wecker.“ Die kleine Weltenbummlerin hatte eigentlich längst aufgehört, sich über Olli zu wundern. Doch was er mit einem Amboss wollte, wusste sie nun wirklich nicht. Trotzdem, Ollis Angebot war verlockend und einen Amboss brauchte sie nicht. Also nickte sie. „Dankeschön.“ Olli lächelte freundlich. „Weißt du was? Ich glaube, ich habe noch was für dich!“
Olli führte die kleine Weltenbummlerin über seinen großen Hof bis zu der Ecke, in der er besonders besondere Dinge aufbewahrte. Er schob ein paar Waschmaschinen beiseite, hopste über die besonders hübschen Türen und da stand er. Die kleine Weltenbummlerin schnappte nach Luft. Es war ein Wohnmobil. Ein kleines, altes und wunderhübsches Wohnmobil. Olli hickste. „Hick. Ups!“ Er lachte. Die kleine Weltenbummlerin war sprachlos. „Olli! Das… das kann ich nicht annehmen!“ Olli hickste wieder. „Hick. Wie bitte?“ Die kleine Weltenbummlerin rollte mit den Augen. Dann wiederholte sie ihre Worte. Nur eben ohne das stottern. Olli schüttelte verständnislos den Kopf. „Natürlich kannst du das! Was hält dich davon denn ab?“ Er hickste wieder. „Hick.“ Die kleine Weltenbummlerin war wieder sprachlos. Sie besah sich das Wohnmobil kurz und fragte dann leise: „Das… meinst du das ernst?“ „Hick. Natürlich! Wenn du es willst.“, fügte Olli hinzu. Dann sagte er noch zur Vorsicht: „Wenn du willst, helfe ich dir beim renovieren! Es ist ja schon ziemlich alt.“ Die kleine Weltenbummlerin begann zu strahlen. „Danke Olli! Das muss ich gleich Keks erzählen.“ „Was musst du Keks erzählen?“, fragte Keks. Er stand neben ihr, denn Gretel musste noch zu einem Seminar für den modernen Reststoffhofhund von heute. Die kleine Weltenbummlerin wunderte sich für einen Moment, aber dann deutete sie auf das Wohnmobil. „Schau bloß, Keks! Wir haben ein Geschenk bekommen!“ Keks Blick ging von der kleinen Weltenbummlerin zum Wohnmobil und wieder zurück. „Du willst mit einem brummenden Riesenungeheuer das Rauch pupst durch die Welt fahren?“ Die kleine Weltenbummlerin nickte. „Ja, ganz genau. Auch wenn ich es jetzt nicht Riesenungeheuer nennen würde…“ Keks schüttelte den Kopf. „Ohne mich. Weißt du denn nicht, wie schlecht es Enno geht?“ „Wer ist Enno?“ Keks schlug sich mit der Pfote vor die Stirn. „Enno Eisbär. Mit ihm schreibe ich regelmäßig. Wir sind gute Freunde.“ Die kleine Weltenbummlerin nickte nachdenklich. „Ich verstehe. Und du meinst, dass wenn wir mit dem Auto fahren…“ „…DANN WIRD ENNOS EISSCHOLLE IMMER KLEINER UND KLEINER! UND IRGENDWANN FÄLLT ER INS WASSER!“, schrie Keks. Olli und die kleine Weltenbummlerin hielten sich die Ohren zu. Olli nickte. „Das stimmt, meine Liebe, das stimmt.“, gab er zu bedenken. Traurig blickte er auf das alte Wohnmobil. „Nun wird es wohl niemals wieder fahren.“, sagte er traurig. Nur mit Mühe konnte er ein Schluchzen unterdrücken. Die kleine Weltenbummlerin tippte sich an die Nase. „Irgendeine Möglichkeit muss es doch geben!“, murmelte sie. Sie tippte sich wieder an die Nase. Bevor sie sich ein drittes Mal an die Nase tippen konnte, sprang Olli plötzlich in die Luft. „Ich habs!“ Keks musterte ihn. „Nur weil es Enno rettet, rettet es nicht umbedingt Anna!“ „Himmel, Keks, wer ist das jetzt schon wieder?“ Die kleine Weltenbummlerin war ratlos. „Ein Affe im Regenwald.“, sagte Keks. Die kleine Weltenbummlerin nickte. „Das müssen wir auch bedenken.“ Olli nickte aufgeregt. „Wisst ihr was? Ich glaube, ich habs.“ Keks runzelte die Dackelstirn. „Mh… da bin ich mir nicht sicher. Gibt es gute Möglichkeiten?“ „Keks hat Recht!“, stimmte die kleine Weltenbummlerin ihm zu. „Es muss 100 % umweltfreundlich sein.“ „SOLARANLAGEN!“, schrie Olli frustriert. Keiner hörte ihm zu. „Wir bauen Solaranlagen aufs Dach!“, wiederholte er leiser. Die kleine Weltenbummlerin und Keks wechselten einen Blick. „Das ist gut.“, sagte die kleine Weltenbummlerin. „Sogar sehr gut.“, sagte Keks. „Ich würde sagen… perfekt!“ Die kleine Weltenbummlerin strahlte wieder. „Siehst du Keks? Jetzt müssen wir das Wohnmobil nur noch renovieren und wir können loszischen!“
Sofort am nächsten Tag kamen die kleine Weltenbummlerin und Keks wieder. Keks nörgelte ein bisschen darüber, dass sie schon um sechs Uhr aufgestanden waren (Dackel verstehen nicht, wieso man überhaupt vor 11 ans existieren denken kann) aber die kleine Weltenbummlerin versprach ihm, dass Olli ihm einen Kakao und Kekse machen würde. Und Keks war hellwach. Die kleine Weltenbummlerin nahm heute den Bus. Ein eigenes Auto hatte sie nicht, denn die Stadt war klein und sie hatte ein Fahrrad. Aber an Läden und Geschäften vorbei wollte sie nicht, denn sie hatte schon einen Amboss. Deshalb nahm sie den Bus. Dabei ließ es sich auch ein bisschen mit Belinda, der netten Busfahrerin plaudern. Belinda erklärte ihr: „Wenn du mit einem Wohnmobil fährst, musst du auf die Kängurus aufpassen!“ „Kommen denn mehr Kängurus wenn man mit dem Wohnmobil fährt?“, fragte die kleine Weltenbummlerin erstaunt. „Nein! Wer hat dir denn so einen Unsinn eingeredet?“, fragte Belinda. Dann hielt der Bus und die kleine Weltenbummlerin stieg aus.
Olli empfing die beiden schon mit großen, dampfenden Tassen Kakao und einer Schüssel Müslikekse nach eigenem Rezept. Sie mussten sie nur in Müsli tauchen und schon lösten sie sich auf und wurden… zu Müsli eben. Nach dem Frühstück gingen die drei dann wieder zum Wohnmobil. Olli seufzte. „Puh. Da haben wir ein ganzes Stück Arbeit vor uns.“ „Wennschon ein Stückchen.“, verbesserte die kleine Weltenbummlerin ihn. Sie schaute sich den Wohnwagen ganz genau an. Hier waren die Türen. Einmal die Tür zur Fahrerkabine, der Kofferraum und einmal… ein Loch, da wo die Tür zum Innenzimmer sein sollte. Die kleine Weltenbummlerin runzelte die Stirn. „Wo ist denn die Tür?“ Olli schaute auf seine Stiefel. „Die war schon weg.“ Dann hellte sich sein Gesicht auf. „Aber ich habe hier hinten eine Sammlung mit hübschen Türen. Such dir eine aus!“ Olli lächelte und die kleine Weltenbummlerin auch. Schließlich suchte sie sich eine gelbe Holztür aus. Dann fuhren sie zu dritt in den Baumarkt und kauften Farbe, Stoffe, Holz, Glas… eben alles, was man für ein Wohnmobil brauchte. Und dann ging es ans bauen. Zuerst strichen sie das Wohnmobil, außen in einem hübschen Gelb und innen in weiß. Während es trocknete, kochte Olli einen leckeren Eintopf, den er auf der Terrasse servierte. Dazu gab es Tee. Keks war für den Mittag mit Gretel in einem Restaurant. „Das schmeckt wirklich lecker Olli!“ Die kleine Weltenbummlerin nahm noch eine Portion. Olli grinste. „Dankeschön. Das Rezept ist von meiner Oma.“
Als sie aufgegessen hatten, war auch das Wohnmobil getrocknet. Olli setzte die Tür ein. Die kleine Weltenbummlerin legte in einem Teil des Wohnmobiles Fliesen aus (übrigens sehr schöne Fliesen in hellblau) und im anderen Teil Holzboden und darauf einen bunten Flickenteppich. Dann war es Zeit zu gehen. Am nächsten Tag hatten beide zu tun. Trotzdem wischte Olli die Fenster und tauschte die kaputten Fenster aus. Mehr Zeit hatten die beiden allerdings nicht. „So klappt das nie!“, seufzte die kleine Weltenbummlerin am dritten Tag. Sie brauchte dringend eine Pause. Und Kuchen. Auf dem Marktplatz gab es ein Café, dort konnte sie sich ein Stück holen. Sie ging also mit betrübter Miene zum Marktplatz, wo Karl gerade seinen kleinen Stand mit Antiquitäten vor dem Laden neu dekorierte. Als er das betrübte Gesicht der kleinen Weltenbummlerin sah, legte er besorgt eine alte Sanduhr zur Seite. „Was ist denn los mit dir?“ Als sie ihm von dem riesigen Wohnmobil, den fehlenden Händen und der verbleibenden Zeit erzählte, grinste Karl. „Ein Wohnmobil? Sag das doch gleich! Ich habe dir schließlich einen Amboss verkauft, da bin ich dir mindestens drei Schränke und zwei Vorhänge schuldig.“ Er pfiff einmal laut durch die Zähne. „Leute! Einpacken, wir haben ein Wohnmobil zu bauen!“ Und ehe die kleine Weltenbummlerin überhaupt blinzeln konnte, kamen die Blumenverkäuferin, Oma Rose aus dem Café, Letitia die Tierpflegerin, der Käsehändler und all die anderen Freunde der kleinen Weltenbummlerin. Sie bildeten eine lange Kette an den Händen und gingen zum Schrott- äh Wertstoffhof. Als die kleine Weltenbummlerin das sah, strahlte sie. All ihre Freunde wollten ihnen helfen! Oma Rose spendete einen hübschen Tisch mit geblümter Tischdecke, den sie gleich am Boden festnagelte. Tischlerin Katja baute Stühle, die sie an den Tisch stellte. Küchenbauer Max Meier, Ollis Bruder, baute tatsächlich eine kleine, aber feine weiße Küche in das Wohnmobil. Und weil er ja schon da war, baute er auch gleich ein Bad ein, mit Toilette, Waschbecken und einer Badewanne mit goldenen Füßen. Und siehe da - schon nach zwei Tagen waren sie komplett fertig! Die kleine Weltenbummlerin hielt eine kleine Rede. Oma Rose fand sie so schön, dass sie ein kleines bisschen weinte. „Liebe Helfer - ihr wart großartig. Und ihr habt mir fast so geholfen, wie Kuchen geholfen hat.“ Keks nickte bestätigend. Er hatte die beiden bei ihrer Arbeit angefeuert, dass konnte er am besten. Trotzdem war es anstrengend gewesen, alleine anzufeuern und er war froh, dass er es jetzt geschafft hatte.
An den nächsten Tagen kaufte die kleine Weltenbummlerin:
- Proviant
- Einen Erste Hilfe Kasten
- Süßigkeiten
- Und ein Autokartenbuch
Sie verstaute die letzten Dinge, merkte sich Routen und versuchte Keks zu überzeugen, seinen Korb am Boden des Wohnmobils festzukleben. Keks erlaubte es nicht. Als Dackel versteht man nicht, dass Körbe wegrutschen können. Am Abend vor ihrer Abreise ging sie zu Olli, um sich das Wohnmobil noch einmal anzuschauen. Die Küche war hübsch, wenn auch nicht abgetrennt vom Rest. Sie hatten allerdings eine kleine Tür zum Badezimmer eingebaut, da Keks nicht besonders gerne gesehen wurde wenn er ein Geschäft erledigte. Das Badezimmer gefiel der kleinen Weltenbummlerin gut. Keks gefiel es nicht gut. Er beschwerte sich über die bunten Blumen an den Wänden. „Wenn ich mal etwas größeres mache ist es doch so, als ob die Blumen nach meinem Geschäft riechen.“ Die Blumen waren von Fred dem Maler auf die gelben Wände gemalt worden. Sie waren wunderhübsch und die kleine Weltenbummlerin fand, dass es keinen schöneren Ort als ihr Wohnmobil gab. Ihr Bett war frisch bezogen mit vom Schneider Lucius und seiner Frau Linda genähter Bettwäsche. Das Bett stand am Ende des Wohnmobiles und unten war sogar eine Schublade angebracht worden. Am Ende hatte die kleine Weltenbummlerin es noch mit vielen verschiedenen Dingen dekorieren wollen, doch Olli hatte ihr davon abgeraten. „Bestimmt findest du auf deiner Reise noch vieles, was du als Deko nehmen kannst. Besser ist, wenn du nur die Dinge nimmst, die du wirklich brauchst.“ Das hatte der kleinen Weltenbummlerin eingeleuchtet und so stellte sie nur die hübschen Dosen auf die Fensterbank an der Küche (Es waren eine Tomatendose in die die kleine Weltenbummlerin nun Salbei gepflanzt hatte denn Salbeitee hilft bei Husten am besten, eine Orangensaftdose mit Oregano und Thymian, denn Pizza war das Lieblingsessen von der kleinen Weltenbummlerin und Keks und eine Dose, in der früher einmal Obst gewesen war und in die die kleine Weltenbummlerin nun einen winzigen Zitronenbaum gepflanzt hatte), ein paar Fotos kamen auf das Regal über ihrem Bett, auf ihren Nachttisch stellte sie die feine Lampe mit Bommeln die, wie sie hoffte, bei den langen Fahrten wackeln würden, ins Bad kamen Zahnbürste, Seife und Shampoo und den winzigen Bonsai von Li, die die Cousine des Bruders des Mannes der Schwester der Frau von ihrem Bruder war. Sie schrieben sich regelmäßig und der kleine Baum gab dem Wohnwagen eine Art Gefühl von Sicherheit. Dann hängte sie noch gelbe gepunktete Vorhänge auf. Die Blumenverkäuferin hängte Blumenkörbe an die Fenster, gefüllt mit Stiefmütterchen in gelb, blau und weiß und beinahe fühlte es sich an wie bei ihr Zuhause. Als die kleine Weltenbummlerin sich das jetzt alles ansah, musste sie schlucken. Keks schlich sich neben sie. Sein Korb stand neben dem Bett der kleinen Weltenbummlerin und sie hatten ihm extra eine neue Decke gekauft, die rot mit weißen Punkten war. Keks war sehr stolz darauf, denn die meisten Dackel finden rot und weiß zusammen hübsch. Keks begutachtete sein Bett und bemerkte plötzlich, wie niedergeschlagen die kleine Weltenbummlerin aussah. „Was ist denn los?“ Die kleine Weltenbummlerin zuckte mit den Schultern. „Ich weiß nicht. Hier ist alles so wunderschön, aber ich… ich werde meine Freunde vermissen.“ Keks nickte mitfühlend. „Ich werde Apfelkuchen vermissen.“ Die kleine Weltenbummlerin musste lachen. „Ich auch.“ Keks nickte ernst. „Apfelkuchen… übrigens, ich habe hier noch was für dich.“ Er schob mit seiner schwarz glänzenden Dackelnase ein kleines Paket zur kleinen Weltenbummlerin und sie schaute verdutzt nach unten. „Keks!“ Keks blickte bescheiden zur Seite. „Ich weiß, es ist zu groß. Aber ich dachte mir, dass ich doch eh so großzügig bin. Und da es in einer ZU-VERSCHENKEN-KISTE stand…“ Die kleine Weltenbummlerin packte das Paket aus. Innen drin war Polster. Sie packte weiter aus und da lag ein rotes Telefon mit Wählscheibe. Keks schaute neugierig zu. „Was sagst du?“ Die kleine Weltenbummlerin war sprachlos. „Danke Keks!“ Sie umarmte ihn. Da stürmte eine Gestalt, bewaffnet mit einer Bratpfanne, in das Wohnmobil und schrie: „Haut ab ihr Diebe! Dieses Wohnmobil gehört nicht euch!“ Es war Olli. Als er bemerkte, dass nur die kleine Weltenbummlerin und Keks im Wohnmobil waren, senkte er die Bratpfanne. „Upsi.“ Keks rollte mit den Augen. „Olaf Meier die Dramaqueen.“ Olli lächelte beschämt. „Ähm… wollt ihr noch indisches Curry?“
„Das hat gut geschmeckt!“ Keks versuchte, sich den Dackelbauch zu reiben. Es klappte nicht, denn Dackelarme sind zu kurz dafür. Olli, Keks und die kleine Weltenbummlerin saßen auf der Terrasse von Ollis Haus und waren fast fertig mit dem Essen. Olli freute sich über das Lob denn er bot Kakao an. Die kleine Weltenbummlerin nahm eine große Tasse. Während sie ihren Kakao trank, dachte sie nach. „Du, Olli?“ Die kleine Weltenbummlerin versuchte den Hundeblick, den Keks so gut konnte. Olli kicherte. „Ja?“ „Ich kann zwar kochen…“ Sie machte eine kurze Pause „…aber nicht so gut wie du. Aber wenn ich weg bin, werden mir deine Rezepte fehlen. Hast du nicht noch irgendwo ein Kochbuch oder so, mit dem ich kochen kann?“ Die kleine Weltenbummlerin schaute ihn bittend an. Olli kratzte sich am Kinn. „Mhm… eigentlich müsste ich noch irgendwo mein altes Rezeptbuch sein. Es sind noch viele Seiten frei, aber es sind auch mindestens 50 Rezepte drinnen. Wenn du willst, kannst du es haben!“ Die kleine Weltenbummlerin nickte begeistert! „Ja! Vielen, vielen, vielen Dank Olli!“ Olli kramte also das Rezeptbuch aus der Abstellkammer und die kleine Weltenbummlerin übernachtete das erste Mal in ihrem eigenen Wohnmobil. (Und ich kann euch sagen, dass sie sehr gut schlief. Nur Keks schnarchte ein bisschen, aber Dackelschnarchen ist beizeiten sehr beruhigend, deshalb machte das der kleinen Weltenbummlerin nichts aus.)
„Wach auf! Wach auf kleine Weltenbummlerin!“ Die kleine Weltenbummlerin öffnete verschlafen die Augen. „Kleine Weltenbummlerin?“ (Ab jetzt nannte Keks sie immer so) „Wie kommst du denn auf diesen Namen - AHHHHH!“ Keks hatte sich mit dem Hintern auf den Bauch der kleinen Weltenbummlerin gepflanzt und sah ihr nun mit riesigen Augen beim Aufwachen zu. Keks schlabberte ihr übers Gesicht. „Los! Zieh dich an, ich will losfahren!“
Blitzschnell zog sich die kleine Weltenbummlerin an und wollte noch einmal in die Stadt, um all ihren Freunden auf Wiedersehen zu sagen. Doch als sie aus dem Wohnmobil trat, erwartete sie eine Überraschung. „Bis dann!“, riefen alle ihre Freunde. Sie warteten vorm Wohnmobil und wollten sich alle von der kleinen Weltenbummlerin verabschieden. Sie riefen und winkten und Keks murmelte etwas, was verdächtig klang wie: „Ich werd sie vermissen!“ Die kleine Weltenbummlerin umarmte all ihre Freunde und schrieb die Nummer fürs rote Telefon auf, damit all ihre Freunde sie anrufen konnten. Olli umarmte sie besonders lange und er hatte ein paar Tränen in den Augen. Die kleine Weltenbummlerin auch, aber dann wischte sie sie schnell weg. „Bis dann!“ Dann winkte die kleine Weltenbummlerin noch einmal und stieg in die Fahrerkabine. Keks stieg auf den Beifahrersitz. Die kleine Weltenbummlerin drehte den Schlüssel (Olli hatte ihr einen hübschen Anhänger geschenkt, der wie ein Stern aussah), drückte auf das Gaspedal und das Wohnmobil brummte. Dann fuhren sie los und die bunten Stiefmütterchen schienen, als ob sie winken würden.
Awwwww! Ich kann gar nicht fassen, wie sehr ich mich in dieses kleine gelbe Wohnmobil verliebt habe! 🚌💛 Ich meine… Stiefmütterchen an den Fenstern, Kräuter in hübschen Pflanzdosen 🌿, frischer Kakao ☕ und Keks auf seiner rot-weiß gepunkteten Decke? Das ist einfach mein absoluter Traum! 💅🍓✨
Als Olli und all die süßen Freunde am Hoftor gewunken haben, hatte ich einfach ein kleines Tränchen im Auge 🥺💧... Es ist einfach das gemütlichste Gefühl der Welt, so eine Geschichte zu lesen!
Ein kleiner Hinweis für euch: Beim nächsten Post geht es hier auf dem Blog wieder ganz normal weiter mit meiner gewohnten Welt von Lena, Jan und Nova 💄✨🌌! Aber heute mussten diese beiden Weltentdecker einfach ihren Platz hier bekommen!
Jetzt müsst ihr mir aber UNBEDINGT eure Gedanken verraten! 💬👇
🌸 Was war euer absolutes Lieblings-Detail? Die Müslikekse? Keks’ Sorge um Eisbär Enno 🧊🐻? Oder das rote Retro-Telefon ☎️💖?
🌸 Wo sollen die zwei als Nächstes hinreisen? An den Strand 🌊, durch ein riesiges Blumenfeld 🌻 oder in ein verschneites Kuschel-Dorf ❄️?
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Habt einen wunderschönen, magischen Tag! 🧁✨🌸
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